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Dänemark.
Dänemark im allgemeinen und besonders seine Hauptstadt Kopenhagen strahlen etwas aus, das man als verspielte
Ungezwungenheit bezeichnen könnte. Mit ihrem Individualismus, ihrer Toleranz und heiteren Vitalität prägen
die 6 Millionen Dänen das Klima ihres Landes. Das Lebensmotto Bescheidenheit in Kombination mit der
sprichwörtlichen dänischen Gemütlichkeit hat ihnen den augenzwinkernden Ruf der "Italiener des Nordens" eingebracht.
Der entspannte Lebensstil der Dänen (hier sagen alle "Du" zueinander - sowohl im Privat- als auch im
Berufsleben) fällt mit einer Politik zusammen, bei der der Staat so wenig wie möglich in das Leben seiner
Bürger eingreift. Diese günstigen Voraussetzungen führten zu einem Arbeitsklima, das sehr stark von Forschung
und Innovation geprägt ist, und zudem von einem hohen Bildungsniveau profitiert (laut der internationalen
PISA-Studie rangiert Dänemark im weltweiten Vergleich auf dem 4. Platz).
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Bekannte dänische Firmen
B&O, Bang und Olufsen, Hi-Fi
LEGO, Spielzeug (Legoland)
Carlsberg / Tuborg, Getränke
Novo Nordisk, Pharma
Pedersen's Laboratorium, Biotech
Maersk, Fluggesellschaft und Rederei
SAS, Fluggesellschaft
Dänisches Bettenlager
Skype, Internet-Telefonie
Vestass, Windmühlentechnologie,
Navision (Microsoft-Software)
Piet Hein, Möbel
Georg Jensen, Silber- und Schmuck-Design
Flora Danica, Porzellan
Danvoss, Armaturen
GN Great Nordic, High-Tech
Bekannte dänische Persönlichkeiten
Königin Margarethe
Kronprinz Frederik
Hans Christian Andersen, Schriftsteller
Karen Blixen, Schriftsteller
Sören Kirkegaard, Philosoph
Nils Bohr, Kernphysiker und Nobelpreisträger
Helena Christensen, Fotomodell
Skagen Malerne, Bildkünstler
Morten Olsen, Fußballer
Michael und Brian Laudrup, Fußballer
Touristische Attraktionen
Vermietung von Sommerhäusern am Meer
Dänischer Touristenverband
Storebaeltsbroen, Europas größte Hängebrücke
Schlösser, Burgen und Kirchen
Die kleine Meerjungfrau
Skagen
Kopenhagen mit Tivoli (ältester Vergnügungspark der Welt)
Legoland
Fakten über Dänemark
Ältestes Königreich der Welt, gegründet im Jahre 900 von Gorm den Gamle
Offizieller Name: Königreich Dänemark
Einwohner: 6.000.000
Hauptstadt: Kopenhagen
Fläche: 43.094 km² (ohne Färöer und Grönland)
Landesnatur: Flachwellige bis hügelige Inseln und Halbinseln mit vielgestaltigen Küsten
Klima: Kühl-gemäßigtes Seeklima
Höchster Punkt: Yding Skovhoj 173 m
Regierungsform: Parlamentarische Monarchie
Staatsoberhaupt: Königin
Regierungschef: Ministerpräsident
Parlament: Einkammernparlament (Folketing) mit 175 Abgeordneten, für 4 Jahre gewählt
Nationalfeiertag: 16. April
Sprache: Dänisch
Religion: Protestanten 90% (evang.-lutherisch)
Importgüter: Erdöl und Erdölprodukte, Fahrzeuge, Maschinen, chem. Erzeugnisse, Eisen, Stahl, Garne
Exportgüter: Fleisch- und Molkereiprodukte, Maschinen, Fahrzeuge, Textilien, Arzneimittel, Fisch
Allgemeines über Dänemark
Durch seine rund 470 größeren und kleineren Inseln sowie seine ungezählten Halbinseln ist Dänemark
aufs engste mit dem Meer verbunden. Kein Ort des Landes ist mehr als 50 km von der Küste entfernt.
Innerhalb der skandinavischen Staaten, die zahlreiche kulturhistorische Gemeinsamkeiten aufweisen, nimmt das
Königreich Dänemark eine ganz besondere Stellung ein. Als natürlicher Übergang vom europäischen Festland zur skandinavischen
Halbinsel kommt ihm eine wichtige Brückenfunktion zwischen den Staaten Mittel- und Nordeuropas zu. Es schlägt
aber auch eine Brücke zwischen Nord- und Ostsee und somit zwischen dem Atlantik und einem Binnenmeer, das
den Weg weit in den kontinentalen Osten Europas öffnet. Obwohl klein an Fläche und gering an Bevölkerungszahl,
war das dänische Kernland zeitweilig weitausgreifendes Zentrum einer politischen Macht, die vom Nordkap bis
zur Elbe und von Grönland bis Estland reichte. Als Kolonialmacht besaß Dänemark zudem Handelsstützpunkte in
der Karibik, in Westafrika und in Indien.
Geschichte
Unter König Godfred, dem ersten historisch bezeugten Wikingerkönig, begannen die Dänen im 9. Jahrhundert
n. Chr. den Bau des sog. Danewerk, einer Grenzbefestigung gegen die nach Jütland vordringenden Franken.
Nachdem die dänischen Kleinkönigtümer im 10. Jahrhundert durch König Gorm den Alten zu einem Gesamtstaat
geeint und von Harald "Blauzahn" zum Christentum bekehrt worden waren, begann die Zeit der Expansionspolitik.
So gerieten Teile Englands, Holstein, Hamburg und Lübeck sowie Mecklenburg, Pommern, Rügen und Estland
zeitweise unter dänische Herrschaft. Unter Margarete I. (1353-1412) wurde
nahezu ganz Skandinavien der dänischen Krone untertan. Mitte des 17. Jahrhunderts verlor Dänemark seine Ostprovinzen
(das heutige Südschweden), 1814 auch die Herrschaft über Norwegen und 50 Jahre später die Herzogtümer Schleswig, Holstein
und Lauenburg. 1920 fand jedoch nach den Vereinbarungen des Versailler Vertrags eine Volksabstimmung statt, der -
entsprechend dem Votum der Bevölkerungsmehrheit Nordschleswigs - eine Grenzkorrektur zugunsten Dänemarks folgte.
Von dem einst so mächtigen Königreich ist den Dänen nicht viel übriggeblieben, doch ihr Nationalbewusstsein wurde
dadurch nicht getrübt. Überall leuchten einem die dänischen Landesfarben entgegen, und überall spürt man die starke
Verbundenheit der Menschen mit ihrem Land. Die große Popularität von Königin Margarete II. (* 1940), die 1972 die
Nachfolge ihres verstorbenen Vaters antrat, trägt entscheidend dazu bei, dass das System der parlamentarischen
Monarchie von der eindeutigen Mehrheit der Bevölkerung befürwortet wird. Die politische Macht des Monarchen wurde
schon 1849 durch eine liberale Verfassung beschränkt, die die höchste Gewalt des Landes fortan in die Hände des
gewählten Parlaments, des Folketing, legte.
Hauptstadt Kopenhagen
Einst Mittelpunkt einer ausgedehnten Ostseemacht, heute an der Peripherie eines kleinen Königreiches gelegen, ist
Kopenhagen dennoch unbestritten politisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum Dänemarks. Das architektonische
Gesamtbild, aber auch das Flair einer allen Traditionen zum Trotz jung wirkenden Weltstadt machen den Charme Kopenhagens aus.
Das Wahrzeichen Kopenhagens, die Plastik der "Kleinen Meerjungfrau" - geformt nach einer Märchengestalt von Hans Christian
Andersen - ist ebenso unscheinbar wie liebenswürdig.
Aus der Zeit der Regentschaft König Christians IV. in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts stammen etliche
der schönsten bis heute erhaltenen Gebäude der Stadt, darunter die Börse mit dem kuriosen Turm aus
ineinander verzwirbelten stilisierten Drachenschwänzen, die Holmenskirche und Schloss Rosenborg in dem von der
niederländischen Architektur beeinflussten typischen Renaissancestil.
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