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Dauerhafte Haarentfernung mittels Nadelepilation

In guter Hand - Haare professionell epilieren

Bei der Elektro-Epliation ist psychologisches Fingerspitzengefühl und fachliches Können gefragt. Schließlich haben Kunden mit unerwünschtem Haarwuchs ein Problem, das ihnen schon lange zu schaffen macht.

Bei der Haarentfernung hat die ehrliche Aufklärung und Beratung besonderes Gewicht. Von einer Elekro-Epilationsbehandlung erwartet der Kunde nämlich, dass seine Haare permanent entfernt werden.

Grundlegende Fragen zur Methode und Möglichkeiten der individuellen Umsetzung sollten Sie bereits im ersten Telefonat ausführlich klären. Kundeninformationen zur Elektro-Epilation werden häufig mit großem Interesse aufgenommen.

Generell gilt es, individuelle Wünsche zu berücksichtigen und auf jeden Kunden persönlich einzugehen. Denn je nach Behaarungsumfang kann es sehr viel Zeit und Geduld erfordern, bis das angestrebte Ziel der Haarfreiheit erreicht wird. Gerade bei Kundinnen, die unter starker Gesichtsbehaarung leiden, sind von der Behandlerin besondere Aufmerksamkeit und Einfühlungsvermögen gefordert.

Bei einer ausführlichen Anamnese müssen die Hintergründe der Behaarung geklärt werden. Dafür kann die zusätzliche Konsultation eines Gynäkologen oder Endokrinologen nötig sein. Achten Sie auch auf Kontraindikationen, die durch Krankheiten oder besondere physische Zustände - etwa eine Schwangerschaft - bedingt sein können. Durch Diabetes, Herpes simplex oder Epilepsie können der Behandlung z. B. Grenzen gesetzt sein. Das müssen Sie als ausgebildete Spezialistin erkennen, wenn Sie sicher und professionell arbeiten wollen.

Je nach Fall kann es z. B. erforderlich sein, besonders behutsam vorzugehen, die hygienischen Maßnahmen zu verstärken, den behandelnden Arzt vorab zu kontaktieren oder die Stromart gezielt zu modifizieren. Um die zu erwartende Behandlungsdauer und die anfallenden Kosten zu klären, müssen Sie die Haut- und Haarsituation sowie die Behaarungsdichte genau analysieren. Auch die Haarwachstumsphasen beeinflussen den Zeitraum bis zur definitiven Haarfreiheit.

Oft stellen Kunden die Frage nach möglichen Hautschädigungen oder Narben. Diese sind ausschließlich das Resultat mangelnder Ausbildung und können bei professionell arbeitenden Spezialistinnen ausgeschlossen werden. Im Bereich der Elektro-Epilation kommt einer intensiven Ausbildung und der konsequenten Anwendung des Erlernten daher besondere Bedeutung zu.

Rat geben und begleiten
Gut ausgebildet und durch ehrliche Aufklärung machen Sie Interessenten zu guten Kunden, denen Sie erfolgreich mit Rat und Tat zur Seite stehen. Für eine durch eine starke dunkle Gesichtsbehaarung psychisch belastete, berufstätige Kundin ist es z. B. schlicht unakzeptabel, die Haare bis zum nächsten Epilationstermin wachsen zu lassen und auf ein Zupfen zu verzichten.

Da hilft nur ein Kompromiss: Zwischen den Behandlungsterminen ist Schneiden oder Rasieren (Nachteil ist dabei, dass auch Flaumhaare gekürzt werden) erlaubt. Ausnahme bilden die zwei bis drei Tage vor dem neuen Behandlungstermin, den man dann günstigerweise auf einen Montag legt. Behandlungsdauer und -abstände können kürzer gehalten werden, wenn die Kundin in der Nähe der Elektrologie-Praxis wohnt.

Bei weiterer Anfahrt sind sicherlich eine längere Behandlungsdauer und -rhythmen sinnvoll. Vorteilhaft für die Haut und den optischen Gesamteindruck ist es, zunächst die dicksten, dunkelsten Haare zu entfernen.

Dann kann man systematisch vorgehen, um den Kundenwünschen zu entsprechen. Für den Beginn einer Behandlung eignet sich die "dunklere" Jahreszeit. Das bietet die Möglichkeit, die Haare mit Bekleidungsaccessoires wie Schals oder Kragen zu verdecken. Erschwerend ist es für Kunden, wenn Sie kein Auto haben und mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen müssen. Hineinfühlen können.

Wichtig für Sie ist es, sich immer wieder in die Lage, die Probleme und die Empfindungen der Kundin versetzen zu können.

Mit Vorschlägen, die den Behandlungsverlauf erleichtern, fördern Sie die ständige Kooperation der Kundin: Es geht einfach um eine sehr persönliche Angelegenheit. Fühlt sich die Kundin gut aufgehoben, wird sie trotz des Zeit- und Kostenaufwands, möglichen Unannehmlichkeiten vor, während und nach einer Behandlung die nötige Geduld aufbringen und gerne zu den Behandlungsterminen kommen.

Schaffen Sie eine angenehme Atmosphäre: z. B. durch beruhigende Musik, eine flauschig-warme Decke oder ein unterstützendes Nackenkissen etc.. Vergessen Sie nicht, dass die Kundin möglicherweise schon jahrelang ohne Erfolg diverse Methoden der Haarentfernung ausprobiert hat. Dazu kommt häufig der Frust über nicht eingehaltene Versprechungen und die damit verbundenen, sicher nicht unerheblichen Fehlinvestitionen. Oft ist die erfahrene, professionell arbeitende Elektrologistin die letzte Hoffnung.

Und wenn sich dann permanente Erfolge einstellen, gewinnt die Kundin an Selbstsicherheit: Das äußere Erscheinungsbild ändert sich, z. B. Haltung und Frisur. Selbst die früher so strapazierte Haut normalisiert sich. Mit dem Bewusstsein, sich in einer seriösen Elektrologie-Praxis bei einer versierten, vielseitig interessierten Elektrologisten gut versorgt zu fühlen, wird die Kundin ihre Dienstleistung gerne in Anspruch nehmen.

Ein alltägliches Fallbeispiel aus der Elektrologie-Praxis Wie muss man sich den Behandlungsverlauf vorstellen, wenn Haare mit der Elektro-Epilation permanent entfernt werden sollen? Ein typisches Beispiel: eine Kundin, die mit einer störenden, dunklen Oberlippenbehaarung zu mir kam. Es handelte sich um dickere, mittelstarke und auch sehr viel feine Haare.

Schon von Weitem wirkte der Oberlippenbereich wie ein dunkler Schatten. Da der Ehemann die Kundin jedes Mal in einer einstündigen Autofahrt zum Termin brachte, war die Dauer der Gesamtbehandlungszeit verständlicherweise von großem Interesse. Diese Zeitplanung gab ich mit rund einem Jahr an.

Zunächst wurde die Oberlippe alle zwei Wochen für 30 bis 45 Minuten epiliert, zuerst durch Ausdünnen der stärksten, deutlich sichtbaren Haare. Das schonte gleichzeitig auch die Haut. Nach zehn Wochen blieb die eigentliche Behandlungszeit unverändert, jedoch konnte bereits in größeren Zeitabständen behandelt werden. Die dichte, feine Behaarung wurde lichter.

Bei dieser systematischen Vorgehensweise mussten auch wieder nachgewachsene Haare erneut behandelt werden, die u. a. durch die Wachstumsphase bzw. den Feuchtigkeitsgehalt der Haarwurzel bedingt waren. Fazit nach einem Jahr: spärliche, feine Restbehaarung, die für diesen Hauttyp und den genetischen Hintergrund als "normal" anzusehen ist und im Folgejahr auf Wunsch der Kundin noch ein- bis zweimal nachgearbeitet wurde.

Mit der Elektro-Epilation ließ sich also ein permanentes Resultat erzielen, das auch jetzt - nach insgesamt fünf Jahren - immer noch Bestand hat.

Extratipp: So geht die Technik - Bei der Elektro-Epilation wird eine Epilationssonde (Nadel), die der Haarstärke entspricht, ohne Widerstand in den Haarfollikel eingeführt. Durch Einwirkung von elektrischem Strom (hochfrequenter Wechselstrom und/oder Gleichstrom) lässt sich das Haar leicht ohne Zupfen aus dem Follikel heben, und die Haarwachstumszellen werden geschädigt.

Wie schnell eine Epilationsbehandlung das gewünschte permanente Ergebnis bringt, hängt u. a. von der Wachstumsphase des Haares und dem Hautzustand ab, nicht von Haarfarbe und -stärke. Technik, Verlauf des Stroms sowie Länge, Material und Stärke der Sonde sind individuell zu wählen. Hautreaktion und Schmerzempfinden sind mit einzubeziehen.

Autorin:
Iris Grinski, CPE, ITEC, beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren mit der Elektro-Epilation.

Quelle: KOSMETIK international-Magazin
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